Die Batterie ist das einzige Bauteil eines Mac, dessen Verschleiß eingeplant ist. Er wird in Ladezyklen gemessen – und diese Zahl sagt mehr über den tatsächlichen Zustand aus als das Alter des Geräts.

Ein Zyklus ist keine Aufladung. Ein Zyklus entspricht 100 % verbrauchter Energie, nicht einem Einstecken. Verbrauchen Sie heute 50 % und morgen 50 %, zählt das als ein einziger Zyklus. Deshalb kann ein fünf Jahre alter Mac weniger Zyklen aufweisen als ein zwei Jahre altes Vielreise-Gerät.

Die Grenze hängt vom Modell ab. Aktuelle MacBooks sind darauf ausgelegt, nach 1 000 Zyklen noch 80 % ihrer Kapazität zu halten. Ältere Modelle waren für 500, teils nur 300 Zyklen ausgelegt. Die reine Zahl sagt ohne Modell also nichts: 600 Zyklen sind auf einem MacBook Pro M3 unbedenklich, auf einem MacBook Air von 2012 das Lebensende.

Das eigentliche Signal ist die Kapazität. Unter 80 % Maximalkapazität zeigt macOS „Service empfohlen“ an und die Laufzeit bricht schnell ein. Unter 70 % ist ein Austausch gerechtfertigt. MacbookCheckr zeigt Zyklen, Restkapazität und die Modellgrenze nebeneinander – so vergleichen Sie keine Zahlen, die nicht vergleichbar sind.

Den Rest verlängern. Lassen Sie „Optimiertes Laden“ aktiviert, vermeiden Sie Dauerbetrieb am Netz bei 100 % und lagern Sie das Gerät nie vollständig entladen. Wärme verschleißt stärker als Zyklen: Bei 35 °C altert eine Batterie etwa doppelt so schnell wie bei 20 °C.

Wenn Sie gebraucht kaufen: Fragen Sie die Zyklenzahl ab, bevor Sie hinfahren. Ein Verkäufer, der sie nicht nennen will, hat meist einen Grund.